Roboter-Faust auf's Auge

Robozees Tanzstil ist echt unecht. Damit wurde er zu einem Meister des Popping.

Bevor aus Robozee der schönste Roboter Kassels und Anführer der Flying Heroes werden konnte, hatte seine Kindheit den Standardtanz für ihn vorgesehen. Geboren 1983, wirbelte Robo – "alle nennen mich Robo" – schon mit sieben über die Tanzflächen des lateinamerikanischen Standardtanzes. "So richtig mit Gel in den Haaren, Dauerlächeln und Nummer auf dem Rücken." Den Selbstbräuner hat er allerdings ausgelassen. "Das fand ich dann doch zu uncool." 

Die Coolness ereilte ihn schließlich in seinem Treppenhaus, als ein Kumpel mal eben einen Six-Step auf den Stufen hinlegte. "Ich wusste: Das will ich lernen." Robo strich das Gel aus den Haaren und wanderte von da an ins Jugendhaus, um seine Hausaufgaben zu machen. Seine Spezialität: das Popping im Stehen, roboterhafte Bewegungen im Takt. “Ich habe alles darüber gelesen, diesen Style regelrecht studiert. Beim Popping ist es wichtig, alles so unecht wie möglich aussehen zu lassen. Darin bin ich sehr gut. Mit den Powermoves dagegen war ich nie wirklich befreundet. Das gab immer zu viele blaue Flecken." 

"Mein Tanzstil und die Magie sind sich sehr ähnlich."

Er gründete mehrere Crews, battlete sich durch Deutschland und die Welt, und ist seit 2007 selbstständiger Tänzer, hauptsächlich in Theaterproduktionen. Für Red Bull Flying Illusion, auch für ihn die größte tänzerische Aufgabe seines Lebens, fühlt er sich wie geschaffen: "Mein Tanzstil und die Magie sind sich sehr ähnlich: Beides wirkt unecht, das passt wie die Faust auf's Auge!"

Kalli bei der Kostümprobe zu Red Bull Flying Illusion

Kalli-Graphie